Vertriebsprozess definieren: 4 bewährte Schritte für systematischen Vertriebserfolg
Überblick: Warum ein definierter Vertriebsprozess Ihre Umsatzziele beschleunigt
Kernaussage: Unternehmen mit einem standardisierten, dokumentierten Vertriebsprozess erzielen 18 Prozent mehr Umsatzwachstum als Unternehmen ohne definierten Prozess. Ein strukturierter Vertriebsprozess ist der entscheidende Unterschied zwischen planbarem Wachstum und Verkaufschaos.
Der Vertrieb ist das Herzstück jedes Unternehmens. Ohne systematische Verkaufsprozesse verlassen Sie sich auf Intuition, individuelle Talente einzelner Verkäufer und Glück. Mit einem definierten Vertriebsprozess schaffen Sie Vorhersehbarkeit, Skalierbarkeit und kontinuierliche Verbesserung.
Die unbequeme Wahrheit: Die meisten Geschäftsführer wissen nicht genau, wie ihre Vertriebsmitarbeiter arbeiten. Sie kennen die Ergebnisse (Abschlüsse oder keine Abschlüsse), aber nicht die Prozesse, die dazu führen. Diese Intransparenz macht systematische Optimierung unmöglich.
Was Sie in diesem Leitfaden erwartet
Sie erhalten eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie einen Vertriebsprozess definieren, der Ihnen folgende messbare Vorteile bringt:
- Standardisierung aller Vertriebsaktivitäten für konsistente Ergebnisse
- Struktur und Ordnung durch klare Verantwortlichkeiten und Prozessschritte
- Schnellere Leadidentifikation durch definierte Qualifizierungskriterien
- Höhere Konversionsraten durch optimierte Verkaufsphasen
- Präzisere Forecasts durch messbare Pipeline-Daten
- Zeit- und Kostenersparnis durch intelligente Automatisierung
Dieser Leitfaden zeigt Ihnen anhand von Pipedrive-Beispielen, wie Sie Ihren Vertriebsprozess visuell abbilden können. Die Prinzipien funktionieren jedoch unabhängig vom verwendeten CRM-System.
Warum Geschäftsführer ihren Vertriebsprozess definieren müssen
Die Kosten eines undefinierten Vertriebsprozesses
Wenn Sie Ihren Vertriebsprozess nicht definieren, bezahlen Sie täglich einen unsichtbaren Preis:
Zeit-Verschwendung: Ihre Vertriebsmitarbeiter verbringen durchschnittlich 17 Prozent ihrer Arbeitszeit mit administrativen Aufgaben, die automatisiert werden könnten. Bei einem Team von 5 Vertriebsmitarbeitern bedeutet das über 40 Stunden verschwendete Vertriebszeit pro Woche.
Inkonsistente Kundenbetreuung: Jeder Vertriebsmitarbeiter entwickelt seine eigene Methode. Kunde A erhält fünf Follow-ups, Kunde B erhält keins. Ihre Marke wirkt unprofessionell und unorganisiert.
Keine Skalierbarkeit: Sie können nicht wachsen, weil Sie nicht wissen, was funktioniert. Neue Mitarbeiter benötigen 6-9 Monate, bis sie produktiv sind, weil es keine dokumentierten Best Practices gibt.
Verlorene Verkaufschancen: 79 Prozent aller Marketing-Leads werden niemals zu Verkäufen konvertiert. Der Hauptgrund? Fehlende systematische Follow-up-Prozesse.
Unmögliche Optimierung: Ohne definierte Prozesse können Sie keine Engpässe identifizieren. Sie wissen nicht, ob das Problem in der Leadqualifizierung, der Angebotserstellung oder dem Nachfassen liegt.
Die Vorteile eines definierten Vertriebsprozesses
Wenn Sie Ihren Vertriebsprozess systematisch definieren, erhalten Sie sechs fundamentale Vorteile:
1. Standards setzen für konsistente Exzellenz
Jeder Vertriebler weiß in jedem Moment genau, was zu tun ist. Keine Improvisation, keine vergessenen Follow-ups, keine verpassten Opportunities. Ihre gesamte Vertriebsorganisation arbeitet nach erprobten Best Practices.
Praktisches Beispiel: Ein Software-Anbieter definierte seinen Vertriebsprozess und stellte fest, dass Top-Performer durchschnittlich drei persönliche Follow-up-Calls nach einem Demo-Termin durchführten, während durchschnittliche Performer nur einen Call machten. Nach Standardisierung dieser Praxis stieg die Gesamt-Conversion-Rate um 24 Prozent.
2. Struktur und Ordnung im gesamten Vertrieb
Sie erhalten vollständige Transparenz über alle laufenden Verkaufschancen. Mit einem Blick sehen Sie, welche Deals sich in welcher Phase befinden, wo Engpässe entstehen und wo Sie eingreifen müssen.
CRM-Integration: Moderne CRM-Systeme visualisieren Ihren Vertriebsprozess als Pipeline. Sie sehen auf einen Blick:
- Wie viele Leads befinden sich in jeder Phase?
- Wie lange verweilen Deals durchschnittlich in jeder Phase?
- Welche Deals bewegen sich nicht weiter?
- Wo verlieren Sie die meisten Opportunities?
3. Potenzielle Kunden einfacher und schneller identifizieren
Mit definierten Qualifizierungskriterien erkennen Sie sofort, ob ein Lead Potenzial hat oder Zeitverschwendung ist. Sie investieren Ihre begrenzte Vertriebszeit in die vielversprechendsten Opportunities.
Die 80/20-Regel im Vertrieb: Studien zeigen, dass 80 Prozent Ihres Umsatzes von 20 Prozent Ihrer Leads kommt. Ein definierter Qualifizierungsprozess hilft Ihnen, diese 20 Prozent frühzeitig zu identifizieren und zu priorisieren.
4. Höhere Konversionsraten durch systematische Optimierung
Wenn Sie jeden Schritt Ihres Vertriebsprozesses definieren und messen, können Sie systematisch optimieren. Sie identifizieren, wo Leads verloren gehen und setzen dort Verbesserungsmaßnahmen an.
Datengetriebene Entscheidungen: Statt auf Bauchgefühl zu vertrauen, nutzen Sie harte Zahlen:
- Phase 1 → Phase 2: 65 Prozent Conversion (gut)
- Phase 2 → Phase 3: 28 Prozent Conversion (Engpass identifiziert!)
- Phase 3 → Phase 4: 71 Prozent Conversion (gut)
Sie konzentrieren sich auf die Optimierung von Phase 2 → Phase 3 und steigern damit die Gesamt-Conversion erheblich.
5. Präzisere Maßnahmen zur Umsatzsteigerung
Mit einem definierten Vertriebsprozess können Sie exakte Forecasts erstellen. Sie wissen, dass:
- 100 Leads in Phase 1 typischerweise zu 15 Abschlüssen führen
- Die durchschnittliche Verkaufszyklusdauer 45 Tage beträgt
- Der durchschnittliche Deal-Wert 12.500 Euro beträgt
Forecast-Formel: Wenn Sie heute 200 Leads in Phase 1 haben, können Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit prognostizieren, dass Sie in 45 Tagen 30 Abschlüsse mit einem Gesamtwert von 375.000 Euro generieren werden.
Diese Vorhersagbarkeit ermöglicht präzise Kapazitätsplanung, Budgetierung und strategische Entscheidungen.
6. Zeit und Kosten sparen durch intelligente Automatisierung
Ein definierter Vertriebsprozess ist die Voraussetzung für Automatisierung. Sie können repetitive Aufgaben automatisieren und Ihrem Team mehr Zeit für wertschöpfende Aktivitäten geben.
Automatisierbare Aktivitäten:
- Automatisches Versenden von Willkommens-E-Mails bei neuen Leads
- Automatische Erinnerungen für Follow-up-Calls
- Automatische Zuweisung von Leads an Vertriebsmitarbeiter
- Automatische Erstellung von Angebotsdokumenten
- Automatische Benachrichtigungen bei stagnierten Deals
ROI-Berechnung: Ein mittelständisches Unternehmen mit 8 Vertriebsmitarbeitern spart durch Prozessautomatisierung durchschnittlich 12 Stunden pro Woche pro Mitarbeiter. Bei einem durchschnittlichen Stundensatz von 75 Euro entspricht das 3.600 Euro pro Woche oder über 187.000 Euro pro Jahr an gewonnener Vertriebskapazität.
Die Grundlagen: Was ist ein Vertriebsprozess?
Definition und Komponenten
Ein Vertriebsprozess ist die systematische Abfolge von Aktivitäten, die ein potenzieller Kunde durchläuft, vom ersten Kontakt bis zum Vertragsabschluss und darüber hinaus.
Ein vollständiger Vertriebsprozess besteht aus drei Hauptkomponenten:
1. Verkaufsphasen (Stages)
Verkaufsphasen repräsentieren den Status einer Verkaufschance aus Kundenperspektive. Typische Phasen sind:
- Anfrage/Lead: Potenzieller Kunde hat Interesse signalisiert
- Qualifizierung: Sie evaluieren, ob der Lead zum Kunden werden kann
- Bedarfsanalyse: Sie verstehen die spezifischen Anforderungen
- Angebot: Sie präsentieren Ihre Lösung und Preise
- Verhandlung: Konditionen werden finalisiert
- Abschluss: Vertrag wird unterschrieben
- Onboarding: Kunde wird implementiert und betreut
Wichtige Unterscheidung: Eine Phase beschreibt den Status, nicht die Aktivität. "Angebot erstellt" ist eine Phase. "Angebot erstellen" ist eine Aktivität.
2. Aktivitäten (Activities)
Aktivitäten sind die konkreten Handlungen, die Ihre Vertriebsmitarbeiter ausführen, um einen Lead von einer Phase zur nächsten zu bewegen:
- E-Mail versenden
- Telefonat führen
- Demo präsentieren
- Angebot erstellen
- Follow-up durchführen
- Meeting vereinbaren
Kritischer Erfolgsfaktor: Sie müssen genau definieren, welche Aktivitäten in welcher Phase standardmäßig durchgeführt werden sollen.
3. Qualifizierungskriterien (Qualification Criteria)
Kriterien bestimmen, ob ein Lead von einer Phase zur nächsten bewegt werden darf. Sie verhindern, dass unqualifizierte Leads Ihre Pipeline verstopfen.
Beispiel-Kriterien für Phase "Qualifizierung" → "Bedarfsanalyse":
- Budget ist vorhanden oder budgetierbar
- Entscheidungsträger ist identifiziert und involviert
- Zeitrahmen für Entscheidung ist definiert
- Konkreter Bedarf wurde artikuliert
- Keine unmöglichen technischen oder vertraglichen Anforderungen
Der Unterschied zwischen Marketing- und Vertriebsprozess
Viele Unternehmen verwechseln Marketing- und Vertriebsprozesse. Hier ist die Abgrenzung:
Marketing-Prozess: Fokus auf Leadgenerierung und Lead-Nurturing bis zur Vertriebsreife
- Content erstellen
- Kampagnen schalten
- Traffic generieren
- Leads erfassen
- Leads qualifizieren (Marketing Qualified Leads = MQL)
- Leads an Vertrieb übergeben
Vertriebsprozess: Fokus auf individuelle Betreuung vertriebsreifer Leads bis zum Abschluss
- Lead persönlich kontaktieren
- Bedarfsanalyse durchführen
- Lösung präsentieren
- Angebot erstellen
- Verhandeln
- Abschluss erzielen
Schnittstelle: Der kritische Übergabepunkt liegt bei der Lead-Qualifizierung. Marketing liefert MQLs, Vertrieb überprüft sie und konvertiert sie zu Sales Qualified Leads (SQLs).
Schritt 1: Verkaufsphasen und Aktivitäten definieren
Die richtige Anzahl von Verkaufsphasen bestimmen
Faustregel: 4-7 Verkaufsphasen sind für die meisten B2B-Vertriebsprozesse optimal.
Zu wenige Phasen (1-3): Sie verlieren Detailgrad und können nicht identifizieren, wo genau Ihre Engpässe liegen.
Zu viele Phasen (8+): Ihr Prozess wird überkomplex, Vertriebsmitarbeiter verbringen zu viel Zeit mit administrativer Pflege statt mit Verkaufen.
Methode: Ihre Verkaufsphasen von Ihren erfolgreichen Deals ableiten
Die beste Methode, Ihren Vertriebsprozess zu definieren, ist die Analyse Ihrer erfolgreichsten Verkäufe der letzten 6-12 Monate.
Schritt-für-Schritt-Vorgehen:
1. Erfolgreiche Deals dokumentieren
Nehmen Sie Ihre letzten 20-30 erfolgreichen Verkäufe und dokumentieren Sie chronologisch:
- Wie kam der erste Kontakt zustande?
- Welche Gespräche/Meetings fanden statt?
- Welche Dokumente wurden ausgetauscht?
- Wie lange dauerte jede Phase?
- Wer war involviert (auf Kunden- und Ihrer Seite)?
- Welche Informationen benötigten Sie, um weiterzukommen?
2. Muster identifizieren
Suchen Sie nach Gemeinsamkeiten in Ihren erfolgreichen Verkäufen:
- Gab es immer ein initiales Qualifizierungsgespräch?
- Wurden immer Demos durchgeführt?
- Wie viele Angebots-Iterationen gab es typischerweise?
- Waren immer bestimmte Stakeholder involviert?
3. Phasen clustern
Gruppieren Sie ähnliche Aktivitäten zu logischen Phasen. Orientieren Sie sich an der Kundenperspektive:
Beispiel: Software-as-a-Service (SaaS) Vertriebsprozess
Phase 1: Anfrage
- Lead kommt über Website, Messe, Empfehlung oder Kaltakquise rein
- Initiale Kontaktaufnahme erfolgt
- Grundlegendes Interesse wird bestätigt
Phase 2: Qualifizierung
- Erstes ausführliches Gespräch
- BANT-Kriterien werden geprüft (Budget, Authority, Need, Timeline)
- Entscheidung: Passt der Lead zu uns?
Phase 3: Bedarfsanalyse & Demo
- Detailliertes Discovery-Meeting
- Spezifische Anforderungen werden erfasst
- Produkt-Demo wird präsentiert
- Technical Fit wird evaluiert
Phase 4: Angebotserstellung
- Maßgeschneidertes Angebot wird erstellt
- Preise und Konditionen werden präsentiert
- Fragen zum Angebot werden geklärt
Phase 5: Verhandlung & Abschluss
- Finale Details werden verhandelt
- Entscheidungsträger geben Commitment
- Vertrag wird unterschrieben
Phase 6: Onboarding
- Technische Implementation
- Schulung der Nutzer
- Success-Check nach 30/60/90 Tagen
Aktivitäten von Phasen unterscheiden
Dies ist entscheidend: Viele Unternehmen vermischen Phasen und Aktivitäten. Das führt zu Verwirrung und schlechter Datenqualität.
Falsch: Phase "Anruf durchführen" Richtig: Phase "Qualifizierung" mit Aktivität "Qualifizierungs-Telefonat"
Warum ist das wichtig?
Wenn Phasen und Aktivitäten vermischt werden, können Sie nicht analysieren:
- Wie viele Aktivitäten sind pro Phase notwendig?
- Welche Aktivitäten führen zu Phasenfortschritt?
- Wo verbringen Ihre Vertriebsmitarbeiter die meiste Zeit?
Detaillierte Aktivitätsdefinition pro Phase
Für jede Phase sollten Sie definieren:
Standardaktivitäten: Was muss immer passieren?
Beispiel Phase "Anfrage":
- Pflicht-Aktivität 1: Erstkontakt per Telefon oder E-Mail innerhalb von 24 Stunden
- Pflicht-Aktivität 2: Lead-Daten in CRM erfassen
- Pflicht-Aktivität 3: Qualifizierungs-Call vereinbaren
Optionale Aktivitäten: Was kann zusätzlich sinnvoll sein?
Beispiel Phase "Bedarfsanalyse":
- Optional 1: Zweiter Demo-Termin für technisches Team
- Optional 2: Reference Call mit bestehendem Kunden
- Optional 3: Vor-Ort-Besuch beim Kunden
Zeitrahmen: Wie lange darf eine Phase maximal dauern?
Wichtig für Momentum: Definieren Sie maximale Verweilzeiten pro Phase.
Beispiel:
- Phase Anfrage: Maximal 3 Tage, sonst automatische Eskalation
- Phase Qualifizierung: Maximal 7 Tage
- Phase Angebotserstellung: Maximal 14 Tage
- Phase Verhandlung: Maximal 21 Tage
CRM-Integration: Moderne CRM-Systeme können automatische Benachrichtigungen senden, wenn Deals zu lange in einer Phase verweilen.
Praktisches Beispiel: Kompletter Vertriebsprozess für B2B-Beratung
Hier ist ein vollständig ausgearbeitetes Beispiel:
Branche: B2B-Unternehmensberatung für Vertriebsoptimierung Durchschnittlicher Deal-Wert: 35.000 Euro Durchschnittliche Verkaufszyklusdauer: 60-90 Tage
Phase 1: Lead Generierung (0-3 Tage)
Beschreibung: Potenzielle Kunden signalisieren Interesse
Eingangskanäle:
- Kontaktformular Website
- LinkedIn-Anfrage
- Empfehlung durch Bestandskunde
- Networking-Event
- Content-Download mit Follow-up
Standardaktivitäten:
- Innerhalb 4 Stunden: Automatische Willkommens-E-Mail
- Innerhalb 24 Stunden: Persönliche E-Mail vom zuständigen Consultant
- Innerhalb 48 Stunden: Telefonischer Erstkontakt
- Tag 3: Wenn kein Kontakt: Follow-up E-Mail #2 und zweiter Anrufversuch
Phasenwechsel zu "Qualifizierung": Lead hat zurückgerufen oder E-Mail beantwortet
Phase 2: Qualifizierung (3-10 Tage)
Beschreibung: Evaluierung, ob Lead zum Kunden werden kann
Standardaktivitäten:
- Aktivität 1: 30-minütiges Qualifizierungs-Telefonat
- Aktivität 2: Versand eines Qualifizierungs-Fragebogens
- Aktivität 3: Interne Bewertung des Leads (Lead Scoring)
Qualifizierungskriterien (BANT):
- Budget: Ist Budget von mindestens 20.000 Euro vorhanden oder budgetierbar?
- Authority: Sprechen wir mit dem Entscheider oder Beeinflusser?
- Need: Hat das Unternehmen einen konkreten, artikulierten Bedarf?
- Timeline: Ist eine Entscheidung innerhalb der nächsten 3 Monate realistisch?
Phasenwechsel zu "Bedarfsanalyse": Mindestens 3 von 4 BANT-Kriterien erfüllt
Phasenwechsel zu "Verloren": Weniger als 3 BANT-Kriterien erfüllt
Phase 3: Bedarfsanalyse (10-25 Tage)
Beschreibung: Detailliertes Verständnis der Kundenherausforderungen entwickeln
Standardaktivitäten:
- Aktivität 1: 60-90 minütiges Discovery-Meeting (virtuell oder vor Ort)
- Aktivität 2: Analyse aktueller Vertriebsprozesse des Kunden
- Aktivität 3: Identifikation von 3-5 Hauptherausforderungen
- Aktivität 4: Definition von Erfolgsmetriken
- Aktivität 5: Versand einer Meeting-Zusammenfassung
Zu erfassende Informationen:
- Aktueller Umsatz und Umsatzziele
- Größe und Struktur des Vertriebsteams
- Verwendete Tools und Systeme
- Größte Schmerzpunkte
- Bisherige Lösungsversuche
- Budget-Range
- Entscheidungsprozess und Stakeholder
Phasenwechsel zu "Angebot": Alle Informationen für Angebotserstellung vorhanden, Kunde hat Interesse bekräftigt
Phase 4: Angebotserstellung (25-40 Tage)
Beschreibung: Maßgeschneidertes Lösungskonzept und Angebot erstellen
Standardaktivitäten:
- Aktivität 1: Interne Angebotsvorbereitung (Scope, Pricing, Timeline)
- Aktivität 2: Angebotspräsentation per Videokonferenz oder persönlich
- Aktivität 3: Versand des schriftlichen Angebots
- Aktivität 4 (nach 3 Tagen): Follow-up: "Konnten Sie das Angebot sichten?"
- Aktivität 5 (nach 7 Tagen): Follow-up: "Welche Fragen haben Sie?"
- Aktivität 6: Beantwortung von Rückfragen und ggf. Anpassung
Angebotsinhalte:
- Executive Summary der Herausforderungen
- Vorgeschlagene Lösung mit klaren Deliverables
- Projektplan und Timeline
- Investment (Pricing und Payment Terms)
- Case Studies vergleichbarer Projekte
- Testimonials
- Nächste Schritte
Phasenwechsel zu "Verhandlung": Kunde signalisiert grundsätzliches Interesse, möchte Details besprechen
Phase 5: Verhandlung & Closing (40-70 Tage)
Beschreibung: Finale Konditionen klären und Vertrag unterschreiben
Standardaktivitäten:
- Aktivität 1: Verhandlungsgespräch zu Scope, Pricing oder Timeline
- Aktivität 2: Angebots-Revision bei Bedarf
- Aktivität 3: Vertragsentwurf zusenden
- Aktivität 4: Vertragliche Details klären
- Aktivität 5: Unterschriften einholen
- Aktivität 6: Kick-off-Meeting planen
Typische Verhandlungsthemen:
- Preisnachlässe bei größerem Scope oder längerer Laufzeit
- Zahlungskonditionen
- Projektstart-Datum
- Zusätzliche Leistungen
- Success-Metriken und Performance-Garantien
Phasenwechsel zu "Gewonnen": Vertrag ist unterschrieben, Kick-off-Termin steht
Phasenwechsel zu "Verloren": Kunde entscheidet sich für Wettbewerber oder gegen Projekt
Phase 6: Onboarding & Delivery (Nach Abschluss)
Beschreibung: Projekt wird durchgeführt, Kunde wird betreut
Standardaktivitäten:
- Aktivität 1: Kick-off-Meeting mit allen Stakeholdern
- Aktivität 2: Regelmäßige Projekt-Updates
- Aktivität 3: Milestone-Reviews
- Aktivität 4: Projekt-Abschluss und Dokumentation
- Aktivität 5: Success-Review nach 90 Tagen
- Aktivität 6: Bitte um Testimonial/Referenz
- Aktivität 7: Identifikation von Upsell-/Cross-sell-Opportunities
Schritt 2: Leadqualifizierung systematisieren
Warum Leadqualifizierung der kritischste Schritt ist
Die ernüchternde Statistik: Studien zeigen, dass 50-70 Prozent aller Leads in B2B-Sales-Pipelines nicht kaufbereit sind. Sie verstopfen Ihre Pipeline, verschwenden Vertriebszeit und verzerren Ihre Forecasts.
Das Pareto-Prinzip im Vertrieb: 80 Prozent Ihrer Abschlüsse kommen von 20 Prozent Ihrer Leads. Leadqualifizierung hilft Ihnen, diese 20 Prozent früh zu identifizieren und zu priorisieren.
Die Kosten schlechter Leadqualifizierung
Szenario: Ein Vertriebsmitarbeiter kann realistisch 50 aktive Opportunities gleichzeitig betreuen.
Ohne Qualifizierung: 35 dieser 50 Opportunities sind unqualifiziert (falsches Budget, falscher Timing, keine Kaufabsicht). Der Vertriebsmitarbeiter verschwendet 70 Prozent seiner Zeit mit Leads, die niemals kaufen werden.
Mit Qualifizierung: 45 der 50 Opportunities sind qualifiziert. Der Vertriebsmitarbeiter investiert 90 Prozent seiner Zeit in vielversprechende Leads und verdoppelt seine Abschlussquote.
ROI-Berechnung: Bei einem durchschnittlichen Vertriebsmitarbeiter-Gehalt von 80.000 Euro pro Jahr verschwenden Sie ohne Qualifizierung 56.000 Euro pro Jahr und Mitarbeiter durch Arbeit an falschen Leads.
Bewährte Qualifizierungsmethoden
Die BANT-Methode: Der Klassiker
BANT wurde von IBM entwickelt und ist bis heute eine der meistgenutzten Qualifizierungsmethoden.
B - Budget: Hat der potenzielle Kunde Budget für Ihre Lösung?
Qualifizierende Fragen:
- "Haben Sie für dieses Projekt Budget eingeplant?"
- "In welcher Größenordnung bewegen sich Ihre Investitionsüberlegungen?"
- "Wann wird Ihr Budget für das nächste Geschäftsjahr freigegeben?"
Red Flags:
- "Wir haben kein Budget, aber wenn der ROI stimmt, finden wir Wege"
- "Können Sie uns ein Angebot machen, dann schauen wir, ob wir Budget finden?"
- Ausweichende Antworten auf Budget-Fragen
A - Authority: Sprechen Sie mit dem Entscheidungsträger?
Qualifizierende Fragen:
- "Wer ist neben Ihnen an dieser Entscheidung beteiligt?"
- "Wie sieht Ihr interner Entscheidungsprozess für solche Investitionen aus?"
- "Benötigen Sie Genehmigungen von anderen Abteilungen oder Vorgesetzten?"
Red Flags:
- "Ich muss das erst mit meinem Chef besprechen"
- Unwilligkeit, andere Stakeholder in Gespräche einzubeziehen
- Vage Aussagen wie "Das entscheiden wir gemeinsam im Team"
N - Need: Hat der Kunde einen echten, dringenden Bedarf?
Qualifizierende Fragen:
- "Was passiert, wenn Sie dieses Problem nicht lösen?"
- "Welche Auswirkungen hat diese Herausforderung aktuell auf Ihr Geschäft?"
- "Haben Sie bereits versucht, das Problem anders zu lösen?"
Red Flags:
- "Wir schauen uns nur mal um, was es so gibt"
- Kein artikulierter Schmerzpunkt
- "Nice to have" statt "Must have"
T - Timeline: Gibt es einen konkreten Zeitrahmen für die Entscheidung?
Qualifizierende Fragen:
- "Bis wann möchten Sie eine Entscheidung getroffen haben?"
- "Gibt es externe Faktoren, die Ihren Zeitplan beeinflussen?"
- "Was passiert, wenn Sie die Entscheidung verschieben?"
Red Flags:
- "Wir haben keinen konkreten Zeitrahmen"
- "Vielleicht nächstes Jahr"
- Timelines jenseits von 6 Monaten (außer bei sehr großen Enterprise-Deals)
Die MEDDIC-Methode: Für komplexe B2B-Sales
MEDDIC ist detaillierter als BANT und eignet sich für hochwertige, komplexe B2B-Verkäufe.
M - Metrics: Welche messbaren Ergebnisse erwartet der Kunde?
Qualifizierung bedeutet: Der Kunde hat klare, quantifizierbare Ziele. "Wir wollen 20 Prozent mehr Umsatz generieren" ist besser als "Wir wollen erfolgreicher werden".
E - Economic Buyer: Wer hat das Budget und die finale Entscheidungsbefugnis?
Nicht zu verwechseln mit dem Hauptansprechpartner. Der Economic Buyer ist die Person, die "Ja" oder "Nein" zum Budget sagt.
D - Decision Criteria: Welche Kriterien werden für die Kaufentscheidung herangezogen?
Verstehen Sie: Nach welchen Faktoren wird entschieden? Preis? Features? Support? Integration? Referenzen?
D - Decision Process: Wie sieht der formale Entscheidungsprozess aus?
Wer muss involviert werden? Welche Genehmigungen sind notwendig? Wie lange dauert typischerweise ein solcher Prozess?
I - Identify Pain: Was ist der spezifische Schmerzpunkt?
Nicht irgendein theoretisches Problem, sondern ein konkreter, messbarer Business-Impact, der gelöst werden muss.
C - Champion: Haben Sie einen internen Fürsprecher?
Ein Champion ist jemand im Kundenunternehmen, der aktiv für Ihre Lösung wirbt und Sie durch den internen Prozess navigiert.
Benutzerdefinierte Felder im CRM für Qualifizierung
Um Ihre Leadqualifizierung systematisch umzusetzen, sollten Sie benutzerdefinierte Felder in Ihrem CRM anlegen:
Beispiel: Pflichtfelder für Phase "Qualifizierung"
Dropdown: Budget-Status
- Budget vorhanden
- Budget wird beantragt
- Budget noch unklar
- Kein Budget
Dropdown: Entscheider-Zugang
- Direkter Kontakt zum Entscheider
- Kontakt über Influencer
- Noch kein Entscheider-Kontakt
Dropdown: Need-Dringlichkeit
- Kritisch (muss sofort gelöst werden)
- Hoch (innerhalb 3 Monate)
- Mittel (innerhalb 6 Monate)
- Niedrig (nice to have)
Datumsfeld: Geplante Entscheidung bis
Textfeld: Hauptschmerzpunkt
Dropdown: Lead-Score
- A (heiß: alle Kriterien erfüllt)
- B (warm: 3-4 Kriterien erfüllt)
- C (kalt: 2 Kriterien erfüllt)
- D (disqualifiziert: weniger als 2 Kriterien)
CRM-Regel: Ein Deal kann nur von Phase "Qualifizierung" zu Phase "Bedarfsanalyse" bewegt werden, wenn alle Pflichtfelder ausgefüllt sind und Lead-Score mindestens "B" ist.
Disqualifizierungs-Kriterien: Wann Sie "Nein" sagen sollten
Ebenso wichtig wie Qualifizierungskriterien sind klare Disqualifizierungs-Kriterien. Sie sparen enorm viel Zeit, indem Sie frühzeitig "Nein" zu schlechten Leads sagen.
Definieren Sie klar: Bei welchen Anzeichen beenden Sie den Verkaufsprozess?
Beispiel-Disqualifizierungs-Kriterien:
Sofortige Disqualifikation:
- Kunde fragt im Erstkontakt nur nach Preis, ohne Interesse an Lösung
- Kunde ist Wettbewerber oder offensichtlich nicht seriös
- Anforderungen sind technisch unmöglich zu erfüllen
- Kunde fordert unethische oder illegale Leistungen
Disqualifikation nach Qualifizierung:
- Entscheider will sich nicht identifizieren oder einbinden lassen
- Budget ist weniger als 50 Prozent Ihres Mindest-Deal-Values
- Zeitrahmen ist unrealistisch ("Wir brauchen das bis nächste Woche")
- Kunde will nur Angebot für Vergleich mit bestehendem Lieferanten, hat keine echte Wechselabsicht
Professionelle Disqualifikation:
Wenn Sie einen Lead disqualifizieren, tun Sie das professionell:
"Vielen Dank für Ihr Interesse an [Ihr Unternehmen]. Nach unserem Gespräch habe ich den Eindruck, dass [Grund] unser Angebot aktuell nicht die optimale Lösung für Sie ist. Ich möchte Ihre Zeit nicht verschwenden. Darf ich Sie in [6 Monaten / nächstes Jahr / bei Änderung der Situation] erneut kontaktieren?"
Das hält die Tür offen für spätere Opportunities und zeigt Respekt für die Zeit des potenziellen Kunden.
Schritt 3: Aktivitäten definieren, die tatsächlich Erfolg bringen
Von Aktivitäts-Chaos zu systematischem Erfolg
Das Problem: In den meisten Vertriebsorganisationen entscheidet jeder Vertriebsmitarbeiter selbst, was er tut. Manche machen 10 Follow-up-Calls, andere nur einen. Manche versenden 5 E-Mails, andere keine. Das Ergebnis? Inkonsistente Ergebnisse und keine Möglichkeit zur Optimierung.
Die Lösung: Definieren Sie Standard-Aktivitäten für jede Phase, basierend auf Ihren erfolgreichsten Verkäufen.
Die Aktivitäten-Analyse: Was führt bei Ihnen zu Abschlüssen?
Methode zur Identifikation erfolgreicher Aktivitäten:
Schritt 1: Top-Performer analysieren
Identifizieren Sie Ihre 3 erfolgreichsten Vertriebsmitarbeiter der letzten 12 Monate (gemessen an Abschlussquote, nicht nur Umsatz).
Analysieren Sie:
- Wie viele Touchpoints haben sie pro Deal?
- Welche Kanäle nutzen sie (Telefon, E-Mail, LinkedIn, persönlich)?
- Wie schnell folgen sie nach Meetings nach?
- Wie viele Demos führen sie durch?
- Wie personalisieren sie ihre Kommunikation?
Schritt 2: Gewonnene vs. verlorene Deals vergleichen
Nehmen Sie 20 gewonnene und 20 verlorene Deals aus den letzten 6 Monaten.
Vergleichen Sie:
- Welche Aktivitäten wurden bei gewonnenen Deals häufiger durchgeführt?
- Gab es Aktivitäten, die bei verlorenen Deals fehlten?
- Wie unterschied sich das Timing (Reaktionsgeschwindigkeit)?
Beispiel-Erkenntnis:
- Gewonnene Deals: Durchschnittlich 3,2 persönliche Meetings, 8,4 E-Mails, 5,1 Telefonate
- Verlorene Deals: Durchschnittlich 1,7 persönliche Meetings, 4,2 E-Mails, 2,8 Telefonate
Ableitung: Intensivere persönliche Interaktion korreliert mit höherer Abschlusswahrscheinlichkeit.
Standard-Aktivitäten pro Phase definieren
Basierend auf Ihrer Analyse definieren Sie nun Standard-Aktivitäten.
Wichtig: Unterscheiden Sie zwischen:
- Pflicht-Aktivitäten: Müssen in jeder Phase durchgeführt werden
- Empfohlene Aktivitäten: Sollten durchgeführt werden, wenn möglich
- Optionale Aktivitäten: Situationsabhängig sinnvoll
Beispiel: Phase "Angebotserstellung"
Pflicht-Aktivitäten:
- Angebot per E-Mail versenden (innerhalb 48h nach Anforderung)
- Follow-up-Anruf nach 3 Tagen: "Konnten Sie das Angebot sichten? Haben Sie Fragen?"
- Follow-up-E-Mail nach 7 Tagen: Mit zusätzlichen Ressourcen (Case Study, ROI-Kalkulation)
- Meeting vereinbaren nach 10 Tagen: Angebot gemeinsam durchgehen
Empfohlene Aktivitäten: 5. Testimonial-Video versenden: Erfolgsgeschichte eines ähnlichen Kunden 6. ROI-Rechner zur Verfügung stellen: Interaktives Tool 7. Reference Call anbieten: Gespräch mit bestehendem Kunden
Optionale Aktivitäten: 8. Executive Summary für Entscheider erstellen: Bei komplexen Angeboten 9. Vor-Ort-Präsentation: Bei hochwertigen Deals
Timing und Frequenz: Wann und wie oft kontaktieren?
Kritischer Erfolgsfaktor: Das Timing Ihrer Aktivitäten beeinflusst Ihre Erfolgsrate massiv.
Die 24-Stunden-Regel für erste Kontakte
Studie: Leads, die innerhalb der ersten 24 Stunden nach Anfrage kontaktiert werden, haben eine 7-fach höhere Conversion-Rate als Leads, die erst nach 48+ Stunden kontaktiert werden.
Ihre Regel: Jede eingehende Anfrage wird spätestens innerhalb von 24 Stunden persönlich kontaktiert. Idealerweise innerhalb von 4 Stunden während Geschäftszeiten.
CRM-Automatisierung:
- Sofort: Automatische Bestätigungs-E-Mail
- Nach 4 Stunden ohne Bearbeitung: Automatische Benachrichtigung an Vertriebsleiter
- Nach 24 Stunden ohne Bearbeitung: Eskalation an Management
Die Persistenz-Regel für Follow-ups
Studie: 80 Prozent aller Verkäufe benötigen 5+ Follow-up-Kontakte. Aber 44 Prozent aller Verkäufer geben nach einem einzigen Follow-up auf.
Ihre Follow-up-Strategie nach Meetings:
- Tag 0 (innerhalb 2h): Dankes-E-Mail mit Meeting-Zusammenfassung
- Tag 2: Follow-up mit versprochenen Materialien
- Tag 5: Check-in: "Haben Sie Fragen? Kann ich etwas klären?"
- Tag 10: Neuer Value-Content (Case Study, Artikel, Insights)
- Tag 15: Angebot einer zusätzlichen Demo oder Reference Call
- Tag 21: "Wo stehen wir?"-E-Mail mit klarem CTA
Aktivitäts-Typen kategorisieren
Strukturieren Sie Ihre Aktivitäten nach Typen für bessere Analyse und Planung:
1. Outbound-Aktivitäten (Sie initiieren)
- Kaltakquise-Anrufe
- Outbound-E-Mails
- LinkedIn-Nachrichten
- Networking-Events
2. Inbound-Aktivitäten (Kunde initiiert)
- Eingehende Anrufe bearbeiten
- E-Mail-Anfragen beantworten
- Chat-Anfragen bearbeiten
3. Meeting-Aktivitäten
- Qualifizierungsgespräche
- Discovery-Meetings
- Produkt-Demos
- Angebotspräsentationen
- Verhandlungsgespräche
4. Follow-up-Aktivitäten
- Post-Meeting Follow-ups
- Angebots-Follow-ups
- Check-ins bei stagnierten Deals
- Touchpoints zum Beziehungsaufbau
5. Administrative Aktivitäten
- CRM-Datenpflege
- Angebotserstellung
- Vertragsvorbereitungen
- Interne Abstimmungen
Ziel: Maximieren Sie Zeit für Aktivitäten 1-4, minimieren Sie Aktivität 5 durch Automatisierung.
Vorlage: Ihr Aktivitäten-Playbook
Erstellen Sie für Ihr Team ein Aktivitäten-Playbook:
Format: Phase → Situation → Empfohlene Aktivität → Template/Script
Beispiel:
| Phase | Situation | Aktivität | Timing | Template |
|---|---|---|---|---|
| Anfrage | Lead über Website | E-Mail + Anruf | Innerhalb 4h | [E-Mail-Vorlage: Erstkontakt nach Webformular] |
| Qualifizierung | Erstkontakt erfolgreich | Qualifizierungs-Call | Sofort im Gespräch vereinbaren | [Leitfaden: Qualifizierungs-Fragen BANT] |
| Angebot | Angebot versendet | Follow-up E-Mail | Nach 3 Tagen | [E-Mail-Vorlage: Angebot nachfassen] |
| Verhandlung | Kunde zögert | Value-Reinforcement Call | Nach 7 Tagen Inaktivität | [Gesprächsleitfaden: Einwände behandeln] |
Dieses Playbook wird zum Trainingsmaterial für neue Vertriebsmitarbeiter und zum Nachschlagewerk für erfahrene Verkäufer.
Schritt 4: Prozesse automatisieren für maximale Effizienz
Das Automatisierungs-Potenzial im Vertrieb
Die erschreckende Wahrheit: Vertriebsmitarbeiter verbringen nur 35 Prozent ihrer Zeit mit aktiver Verkaufsarbeit. Die restlichen 65 Prozent gehen für administrative Aufgaben, Meetings, E-Mails und Datenpflege drauf.
Das Automatisierungs-Versprechen: Durch intelligente Automatisierung können Sie diese Quote auf 50-60 Prozent Verkaufszeit steigern. Das entspricht einer Produktivitätssteigerung von 40+ Prozent, ohne zusätzliche Mitarbeiter.
Was sollten Sie automatisieren?
Grundregel: Automatisieren Sie repetitive, regelbasierte Aufgaben. Behalten Sie persönliche, strategische Interaktionen beim Menschen.
Automatisierungs-Kategorie 1: Lead-Routing und -Zuweisung
Problem: Neue Leads kommen rein, aber es ist unklar, wer sie bearbeitet. Sie liegen stundenlang unbearbeitet in der Inbox.
Automatisierung:
- Round-Robin-Zuweisung: Leads werden automatisch gleichmäßig auf verfügbare Vertriebsmitarbeiter verteilt
- Geografische Zuweisung: Leads aus Region X gehen automatisch an Vertriebler Y
- Spezialisierungs-Zuweisung: Leads aus Branche A gehen an Branchenspezialisten B
- Lead-Score-Zuweisung: Hochwertige A-Leads gehen an Senior-Vertriebler, B/C-Leads an Junior-Team
CRM-Implementation in Pipedrive: Workflows → "Wenn Deal erstellt wird" → "Deal zuweisen an [Bedingung]"
Automatisierungs-Kategorie 2: Willkommens-Sequenzen
Problem: Neue Leads sollten sofort kontaktiert werden, aber Vertriebsmitarbeiter sind nicht 24/7 verfügbar.
Automatisierung:
- Sofort nach Lead-Eingang: Automatische Bestätigungs-E-Mail
- Nach 2 Stunden: Automatische E-Mail mit Links zu wichtigsten Ressourcen
- Nach 24 Stunden ohne Kontakt: Automatische Erinnerung an zugewiesenen Vertriebsmitarbeiter
Beispiel: 3-Stufen-Willkommens-Sequenz
E-Mail 1 (sofort): Betreff: "Ihre Anfrage bei [Ihr Unternehmen] - Wir melden uns innerhalb von 24h"
Inhalt:
- Bestätigung des Eingangs
- Was als nächstes passiert
- Link zu hilfreichen Ressourcen
- Direktkontakt für dringende Anliegen
E-Mail 2 (nach 6 Stunden, wenn noch kein persönlicher Kontakt): Betreff: "3 Ressourcen, die Ihnen weiterhelfen"
Inhalt:
- Case Study aus relevanter Branche
- Video-Demo des Produkts
- FAQ-Dokument
E-Mail 3 (nach 24 Stunden, wenn noch kein persönlicher Kontakt): Betreff: "Können wir morgen kurz telefonieren?"
Inhalt:
- Direkter Terminvorschlag
- Link zum Kalender-Buchungstool
- Direktnummer des zugewiesenen Vertrieblers
Automatisierungs-Kategorie 3: Aktivitäts-Kettungen
Problem: Nach jeder abgeschlossenen Aktivität muss die nächste manuell geplant werden. Das wird oft vergessen.
Automatisierung: "Wenn... dann..."-Regeln
Beispiel-Automatisierungen:
Wenn: Aktivität "Qualifizierungs-Call" als erledigt markiert Dann:
- Automatisch neue Aktivität "Follow-up E-Mail" für heute +1 Tag erstellen
- Automatisch neue Aktivität "Angebot vorbereiten" für heute +3 Tage erstellen
Wenn: Aktivität "Demo durchgeführt" als erledigt markiert Dann:
- Automatische E-Mail mit Demo-Aufzeichnung und weiterführenden Links versenden
- Automatisch neue Aktivität "Demo-Follow-up Call" für heute +2 Tage erstellen
Wenn: Deal wird in Phase "Angebot" verschoben Dann:
- Automatisch neue Aktivität "Angebot erstellen" für heute erstellen
- Automatisch neue Aktivität "Follow-up Angebot" für heute +3 Tage erstellen
- Automatisch neue Aktivität "Follow-up Angebot" für heute +7 Tage erstellen
Vorteil: Ihr Vertriebsteam vergisst keine Follow-ups mehr. Der CRM-Kalender ist immer mit den richtigen nächsten Schritten gefüllt.
Automatisierungs-Kategorie 4: Stagnations-Alerts
Problem: Deals bleiben wochenlang in derselben Phase stecken, ohne dass jemand es bemerkt.
Automatisierung: Zeitbasierte Benachrichtigungen
Beispiel-Regeln:
Wenn: Deal ist länger als 7 Tage in Phase "Qualifizierung" Dann:
- E-Mail-Benachrichtigung an zugewiesenen Vertriebsmitarbeiter: "Deal XY benötigt Aufmerksamkeit"
- Automatische Aktivität erstellen: "Stagnierenden Deal reaktivieren"
Wenn: Deal ist länger als 14 Tage in Phase "Angebot" ohne Aktivität Dann:
- Benachrichtigung an Vertriebsleiter
- Vorschlag für "Breakup E-Mail" (Vorlage 5a/5b aus E-Mail-Vorlagen)
Wenn: Deal ist länger als 30 Tage in irgendeiner Phase Dann:
- Status automatisch auf "Stagniert" setzen
- Wöchentliche Erinnerung: "Entscheidung treffen: Reaktivieren oder Disqualifizieren?"
Automatisierungs-Kategorie 5: E-Mail-Templates und Sequenzen
Problem: Vertriebsmitarbeiter schreiben dieselben E-Mails immer wieder neu.
Automatisierung: Vordefinierte E-Mail-Vorlagen mit Platzhaltern
Erstellen Sie Templates für:
- Erstkontakt nach Anfrage
- Meeting-Zusammenfassung
- Angebots-Versand
- Follow-ups in verschiedenen Phasen
- "Breakup"-E-Mails
Erweiterte Automatisierung: E-Mail-Sequenzen
Richten Sie mehrstufige E-Mail-Sequenzen ein, die automatisch ablaufen:
Beispiel: Post-Demo-Sequenz
Tag 0 (sofort nach Demo): E-Mail: Dank für Teilnahme + Demo-Aufzeichnung + FAQ
Tag 2: E-Mail: Case Study von ähnlichem Kunden
Tag 5: E-Mail: ROI-Kalkulator + Angebot für individuelles Gespräch
Tag 10: E-Mail: "Haben Sie noch Fragen? Lassen Sie uns sprechen."
Tag 15: E-Mail: "Letzter Check-in - soll ich Ihre Akte schließen oder gibt es noch Interesse?"
Wichtig: Personalisierung durch Platzhalter und Möglichkeit zur individuellen Anpassung vor Versand.
Automatisierungs-Kategorie 6: Daten-Synchronisation
Problem: Informationen existieren in verschiedenen Systemen und müssen manuell synchronisiert werden.
Automatisierung: System-Integrationen
Typische Integrationen:
- Website ↔ CRM: Webformular-Einträge werden automatisch als Deals im CRM angelegt
- E-Mail ↔ CRM: E-Mail-Konversationen werden automatisch dem jeweiligen Deal zugeordnet
- Kalender ↔ CRM: Meetings werden automatisch als Aktivitäten erfasst
- Telefon ↔ CRM: Anrufe werden automatisch geloggt und aufgezeichnet
- Dokumente ↔ CRM: Unterschriebene Verträge werden automatisch am Deal gespeichert
- Buchhaltung ↔ CRM: Gewonnene Deals werden automatisch als Rechnung angelegt
Tools für Integrationen:
- Zapier
- Make (früher Integromat)
- Native CRM-Integrationen
- Custom API-Entwicklungen
Workflow-Beispiele aus der Praxis
Workflow 1: Vollautomatische Lead-Erfassung und Erstbearbeitung
Trigger: Kontaktformular auf Website wird ausgefüllt
Automatische Aktionen:
- Deal wird im CRM angelegt (Phase: "Anfrage")
- Kontakt und Organisation werden automatisch erstellt und mit Deal verknüpft
- Deal wird nach Round-Robin-Prinzip einem verfügbaren Vertriebsmitarbeiter zugewiesen
- Automatische Willkommens-E-Mail wird an Lead versendet
- Automatische Aktivität "Erstkontakt per Telefon" wird für zugewiesenen Vertriebsmitarbeiter erstellt (Frist: 24h)
- Slack-Benachrichtigung an zugewiesenen Vertriebsmitarbeiter: "Neuer Lead zugewiesen"
Ergebnis: Lead wird innerhalb von Sekunden erfasst, zugewiesen und erste Kommunikation ist bereits gestartet.
Workflow 2: Intelligente Deal-Progression mit Automatisierung
Trigger: Deal wird von Phase "Qualifizierung" zu Phase "Bedarfsanalyse" bewegt
Automatische Aktionen:
- E-Mail an Kunden: "Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit - hier ist, was als nächstes passiert"
- Aktivität erstellen: "Bedarfsanalyse-Meeting vorbereiten" (heute)
- Aktivität erstellen: "Bedarfsanalyse-Meeting durchführen" (heute +3 Tage)
- Aktivität erstellen: "Follow-up nach Bedarfsanalyse" (heute +5 Tage)
- E-Mail an Vertriebsmitarbeiter: "Checkliste für Bedarfsanalyse-Meeting"
- Dokument automatisch anfügen: "Bedarfsanalyse-Fragebogen"
Ergebnis: Vertriebsmitarbeiter hat alle Tools und Tasks, um strukturiert durch die neue Phase zu navigieren.
Workflow 3: Automatische Win/Loss-Analyse
Trigger: Deal wird als "Gewonnen" oder "Verloren" markiert
Automatische Aktionen bei "Gewonnen":
- E-Mail an Kunden mit Onboarding-Informationen
- Deal-Wert wird in Monats-/Quartalsziele eingerechnet
- Automatische Erstellung eines Onboarding-Projekts in Projektmanagement-Tool
- Benachrichtigung an Delivery-Team
- Aktivität erstellen: "90-Tage Success-Check" (heute +90 Tage)
- Aktivität erstellen: "Testimonial anfragen" (heute +120 Tage)
- Gratulations-Benachrichtigung an gesamtes Vertriebsteam
Automatische Aktionen bei "Verloren":
- E-Mail an Vertriebsmitarbeiter: "Loss-Analyse-Fragebogen ausfüllen"
- Automatische Aktivität: "Erneute Kontaktaufnahme prüfen" (heute +180 Tage)
- Kontakt wird zu "Verlorene Leads"-Liste für Nurturing-Kampagnen hinzugefügt
- Loss-Reason wird für Reporting erfasst
Ergebnis: Sowohl Gewinne als auch Verluste werden systematisch nachverfolgt und analysiert.
Automatisierung implementieren: Der 4-Wochen-Plan
Woche 1: Analyse und Priorisierung
- Dokumentieren Sie alle repetitiven Aufgaben Ihres Vertriebsteams
- Bewerten Sie Aufwand (Zeitinvestition) und Automatisierbarkeit
- Priorisieren Sie: Höchster Aufwand + leicht automatisierbar = höchste Priorität
Woche 2: Quick Wins umsetzen
- Richten Sie E-Mail-Vorlagen ein
- Erstellen Sie Standardaktivitäten
- Konfigurieren Sie Lead-Routing
- Setzen Sie automatische Willkommens-E-Mails auf
Woche 3: Erweiterte Workflows
- Implementieren Sie Aktivitäts-Kettungen
- Richten Sie Stagnations-Alerts ein
- Konfigurieren Sie E-Mail-Sequenzen
Woche 4: Integration und Training
- Verbinden Sie externe Tools mit Ihrem CRM
- Schulen Sie Ihr Team in der Nutzung
- Sammeln Sie Feedback und optimieren Sie
Langfristig: Kontinuierliche Optimierung
- Messen Sie Zeitersparnis
- Identifizieren Sie weitere Automatisierungspotenziale
- Passen Sie Workflows basierend auf Erfahrungen an
Messung und Optimierung Ihres Vertriebsprozesses
Warum Messung entscheidend ist
Peter Drucker: "You can't improve what you don't measure."
Ein definierter Vertriebsprozess ohne Messung ist wie ein Auto ohne Tacho. Sie fahren, aber Sie wissen nicht, wie schnell, wie effizient oder wie weit Sie noch kommen.
Die wichtigsten Vertriebskennzahlen (KPIs)
1. Pipeline-Velocity (Durchlaufgeschwindigkeit)
Was misst es: Wie schnell bewegen sich Deals durch Ihre Pipeline?
Berechnung:
Pipeline Velocity = (Anzahl Opportunities × Durchschnittl. Deal-Wert × Win-Rate) / Durchschnittl. Verkaufszykluslänge
Beispiel:
- 50 Opportunities
- Durchschnittlicher Deal-Wert: 25.000 Euro
- Win-Rate: 25 Prozent
- Durchschnittliche Verkaufszykluslänge: 60 Tage
Pipeline Velocity = (50 × 25.000 × 0,25) / 60 = 5.208 Euro pro Tag
Interpretation: Ihre Pipeline generiert durchschnittlich 5.208 Euro Umsatz pro Tag.
Optimierungsansätze:
- Verkaufszykluslänge reduzieren (schnellere Durchlaufzeiten)
- Win-Rate erhöhen (bessere Qualifizierung)
- Deal-Wert erhöhen (Upselling, Premium-Kunden)
- Anzahl Opportunities erhöhen (mehr Leadgenerierung)
2. Conversion-Raten pro Phase
Was misst es: Wie viele Deals schaffen es von einer Phase zur nächsten?
Berechnung:
Conversion-Rate Phase X → Y = (Anzahl Deals in Phase Y / Anzahl Deals in Phase X) × 100
Beispiel-Dashboard:
- Anfrage → Qualifizierung: 75 Prozent
- Qualifizierung → Bedarfsanalyse: 60 Prozent
- Bedarfsanalyse → Angebot: 70 Prozent
- Angebot → Verhandlung: 45 Prozent ← Engpass!
- Verhandlung → Gewonnen: 65 Prozent
Interpretation: Der größte Engpass liegt beim Übergang von Angebot zu Verhandlung. Hier gehen 55 Prozent der Opportunities verloren.
Optimierungsansätze:
- Analysieren: Warum werden 55 Prozent der Angebote nicht verhandelt?
- Mögliche Ursachen: Preis zu hoch, Angebot nicht überzeugend, Timing falsch, Wettbewerber attraktiver
- Maßnahmen: Angebotsprozess überarbeiten, Preispositionierung prüfen, Follow-up-Strategie verbessern
3. Durchschnittliche Verweildauer pro Phase
Was misst es: Wie lange bleiben Deals in jeder Phase?
Zielsetzung: Identifizieren Sie Phasen, in denen Deals stagnieren.
Beispiel-Analyse:
- Phase Anfrage: 2 Tage (optimal)
- Phase Qualifizierung: 8 Tage (optimal)
- Phase Bedarfsanalyse: 18 Tage (optimal)
- Phase Angebot: 34 Tage ← Zu lang!
- Phase Verhandlung: 21 Tage (optimal)
Interpretation: Deals bleiben zu lange in Phase "Angebot". Durchschnittlich 34 Tage signalisieren mangelnde Dringlichkeit oder fehlende Follow-ups.
Optimierungsansätze:
- Intensivere Follow-up-Strategie
- Frühere Einbindung von Entscheidern
- Künstliche Verknappung (limitierte Angebote, Zeitfenster)
- Bessere Qualifizierung in früheren Phasen
4. Win-Rate (Abschlussquote)
Was misst es: Wie viele Opportunities werden tatsächlich gewonnen?
Berechnung:
Win-Rate = (Anzahl gewonnener Deals / Anzahl aller Opportunities) × 100
Benchmark B2B-Vertrieb:
- Exzellent: 30+ Prozent
- Gut: 20-30 Prozent
- Durchschnitt: 15-20 Prozent
- Verbesserungsbedarf: <15 Prozent
Differenzierte Analyse: Betrachten Sie Win-Rate auch nach:
- Branchen
- Produkten/Services
- Vertriebsmitarbeitern
- Leadquellen
- Deal-Größen
Beispiel-Insight: Win-Rate bei Leads aus Empfehlungen: 45 Prozent. Win-Rate bei Kaltakquise: 8 Prozent. Konsequenz: Mehr in Referral-Programme investieren.
5. Durchschnittlicher Deal-Wert
Was misst es: Wie viel Umsatz generiert ein durchschnittlicher Abschluss?
Strategic Implication: Zwei Unternehmen mit gleicher Anzahl Abschlüsse, aber unterschiedlichen Deal-Werten haben völlig unterschiedliche Umsätze.
Optimierungsansätze:
- Upselling: Zusatzleistungen verkaufen
- Cross-selling: Komplementäre Produkte anbieten
- Premium-Positioning: Hochwertigere Kunden ansprechen
- Pakete statt Einzelleistungen: Höherer Gesamtwert
6. Aktivitäten pro Deal
Was misst es: Wie viel Aufwand investieren Sie durchschnittlich pro Opportunity?
Analyse:
- Anzahl E-Mails pro Deal
- Anzahl Anrufe pro Deal
- Anzahl Meetings pro Deal
- Gesamtzeit pro Deal
Vergleich: Gewonnene vs. verlorene Deals
Beispiel-Erkenntnis:
- Gewonnene Deals: Durchschnittlich 12 E-Mails, 6 Anrufe, 3 Meetings
- Verlorene Deals: Durchschnittlich 5 E-Mails, 2 Anrufe, 1 Meeting
Konsequenz: Höherer Engagement-Level korreliert mit Erfolg. Standardisieren Sie intensive Betreuung.
Dashboards und Reporting
Essenzielle Dashboards für Geschäftsführer:
Dashboard 1: Pipeline-Übersicht
- Gesamtwert aller Opportunities pro Phase
- Anzahl Deals pro Phase
- Entwicklung über Zeit (Monat, Quartal)
Dashboard 2: Forecast
- Prognostizierter Umsatz basierend auf aktueller Pipeline
- Wahrscheinlichkeitsgewichteter Forecast
- Vergleich mit Zielvorgaben
Dashboard 3: Team-Performance
- Win-Rate pro Vertriebsmitarbeiter
- Durchschnittlicher Deal-Wert pro Vertriebsmitarbeiter
- Anzahl Abschlüsse pro Vertriebsmitarbeiter
- Aktivitätslevel pro Vertriebsmitarbeiter
Dashboard 4: Engpass-Analyse
- Conversion-Raten pro Phase
- Durchschnittliche Verweildauer pro Phase
- Identifikation von Bottlenecks
Tool-Empfehlungen:
- Pipedrive: Native Insights und Dashboard
- HubSpot: Sales Analytics
- Tableau / Power BI: Für erweiterte Custom-Analysen
- Google Data Studio: Kostenlose Alternative
A/B-Testing im Vertrieb
Das Prinzip: Testen Sie systematisch Varianten Ihrer Vertriebsprozesse, um herauszufinden, was am besten funktioniert.
Testbare Elemente:
Test 1: E-Mail-Betreffzeilen
- Variante A: "Angebot für [Kundenname]"
- Variante B: "3 Wege, wie [Kundenname] [Ziel] erreichen kann"
- Messen: Öffnungsrate, Response-Rate
Test 2: Follow-up-Timing
- Variante A: Follow-up nach 3 Tagen
- Variante B: Follow-up nach 7 Tagen
- Messen: Response-Rate, Conversion
Test 3: Demo-Format
- Variante A: Standardisierte Demo (gleich für alle)
- Variante B: Personalisierte Demo (auf Kundenbedarf zugeschnitten)
- Messen: Phase-Progression, Win-Rate
Test 4: Angebots-Präsentation
- Variante A: PDF per E-Mail versenden
- Variante B: Angebot in persönlichem Meeting präsentieren
- Messen: Verhandlungsrate, Win-Rate
Methodik:
- Splitten Sie Ihr Team oder Ihre Leads zufällig in zwei Gruppen
- Gruppe A verwendet Variante A, Gruppe B Variante B
- Messen Sie über mindestens 30 Deals pro Variante
- Implementieren Sie die erfolgreiche Variante als neuen Standard
- Testen Sie das nächste Element
Häufige Fallstricke beim Definieren des Vertriebsprozesses
Fallstrick 1: Zu komplex
Symptom: Ihr Vertriebsprozess hat 12 Phasen mit jeweils 8 Pflichtfeldern und 15 Standardaktivitäten.
Problem: Vertriebsmitarbeiter verbringen mehr Zeit mit Administration als mit Verkaufen. Prozess wird ignoriert oder umgangen.
Lösung: Keep it simple. 4-7 Phasen, maximal 5 Pflichtfelder pro Phase, klare aber nicht überwältigende Aktivitätenvorgaben.
Fallstrick 2: Zu generisch
Symptom: Ihr Vertriebsprozess könnte von jedem Unternehmen genutzt werden.
Problem: Kein Wettbewerbsvorteil, keine Differenzierung, nicht auf Ihre spezifischen Kunden und Ihr spezifisches Geschäftsmodell zugeschnitten.
Lösung: Leiten Sie Ihren Prozess aus Ihren tatsächlichen erfolgreichen Verkäufen ab. Berücksichtigen Sie Branchenspezifika, Ihre Unique Selling Proposition und typische Kundenreisen.
Fallstrick 3: Top-down ohne Input vom Team
Symptom: Geschäftsführung definiert Vertriebsprozess im stillen Kämmerlein und verordnet ihn dem Team.
Problem: Mangelnde Akzeptanz, fehlende Praxistauglichkeit, Widerstand bei Implementation.
Lösung: Involvieren Sie Ihr Vertriebsteam in die Prozessdefinition. Sie kennen die Realität am besten. Workshoppen Sie gemeinsam, testen Sie Prototypen, iterieren Sie basierend auf Feedback.
Fallstrick 4: "Set it and forget it"
Symptom: Vertriebsprozess wird einmal definiert und nie wieder angefasst.
Problem: Märkte ändern sich, Kunden ändern sich, Wettbewerb ändert sich. Ein statischer Prozess wird schnell obsolet.
Lösung: Quartalsweise Reviews. Was funktioniert? Was nicht? Welche neuen Best Practices haben sich entwickelt? Kontinuierliche Optimierung statt einmaliger Definition.
Fallstrick 5: Fehlende Konsequenz bei Nicht-Einhaltung
Symptom: Vertriebsprozess ist definiert, aber jeder macht trotzdem sein eigenes Ding ohne Konsequenzen.
Problem: Prozess wird bedeutungslos, Datenqualität leidet, keine Vergleichbarkeit, keine Optimierung möglich.
Lösung: Klare Erwartungen kommunizieren. Prozess-Compliance in Performance-Reviews einbeziehen. Positive Anreize für Einhaltung, konstruktives Feedback bei Nicht-Einhaltung. Aber: Prüfen Sie, ob Nicht-Einhaltung an schlechtem Prozess oder mangelnder Disziplin liegt.
Fallstrick 6: Technologie vor Strategie
Symptom: "Wir kaufen CRM XY, das wird unser Vertriebsproblem lösen."
Problem: Tools lösen keine Prozessprobleme. Ein schlechter Prozess in teurer Software bleibt ein schlechter Prozess.
Lösung: Definieren Sie Ihren Prozess erst, dann wählen Sie die passenden Tools zur Unterstützung. Technologie ermöglicht und beschleunigt gute Prozesse, aber ersetzt sie nicht.
FAQ: Vertriebsprozess definieren
Wie lange dauert es, einen Vertriebsprozess zu definieren?
Realistische Timeline:
Woche 1-2: Analyse und Dokumentation (Erfolgreiche Deals analysieren, Muster identifizieren, Team-Input einholen)
Woche 3: Definition (Phasen festlegen, Aktivitäten definieren, Qualifizierungskriterien bestimmen)
Woche 4: Implementation (CRM konfigurieren, Templates erstellen, Automatisierungen aufsetzen)
Woche 5: Training (Team schulen, Fragen klären, erste Deals im neuen Prozess begleiten)
Woche 6-8: Testing und Iteration (Feedback sammeln, Anpassungen vornehmen, Fine-Tuning)
Ab Woche 9: Kontinuierlicher Betrieb mit regelmäßigen Reviews
Insgesamt: 2-3 Monate von Kickoff bis zu vollständiger Adoption.
Welches CRM eignet sich am besten?
Keine universelle Antwort. Die Wahl hängt ab von:
Unternehmensgröße:
- 1-10 Mitarbeiter: Pipedrive, Close, Freshsales (einfach, intuitiv, kostengünstig)
- 10-50 Mitarbeiter: HubSpot, Pipedrive Professional, Salesforce Essentials
- 50+ Mitarbeiter: Salesforce, Microsoft Dynamics, SAP Sales Cloud (umfangreiche Features, höhere Komplexität)
Branche:
- B2B-Services: Pipedrive, HubSpot
- SaaS: HubSpot, Salesforce
- Manufacturing: Salesforce, Microsoft Dynamics
- Immobilien: Spezial-CRMs wie onOffice, flowfact
Integration-Bedarf:
- Viele Integrationen nötig: HubSpot, Salesforce (größte Ökosysteme)
- Einfache Setups: Pipedrive, Close
Unsere Empfehlung für KMU: Pipedrive – intuitiv, visuell, fokussiert auf Vertriebsprozesse, exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Sollte ich einen Berater engagieren oder selbst definieren?
DIY (Do-It-Yourself) macht Sinn, wenn:
- Sie ein kleines Team haben (< 5 Vertriebsmitarbeiter)
- Ihr Vertriebsprozess relativ straightforward ist
- Sie Zeit und Kapazität haben
- Sie CRM-affin sind
Berater engagieren macht Sinn, wenn:
- Sie ein größeres Team haben (5+ Vertriebsmitarbeiter)
- Ihr Vertriebsprozess komplex ist (mehrere Produkte, Vertriebskanäle, Regionen)
- Sie schnelle Implementation brauchen
- Sie keine interne CRM-Expertise haben
- Sie objektiven externen Blick wollen
ROI-Überlegung: Ein guter Berater kostet 5.000-15.000 Euro für komplette Prozessdefinition und CRM-Implementation. Wenn das Ihre Time-to-Value um 2-3 Monate beschleunigt und Implementierungs-Fehler vermeidet, ist der ROI positiv.
Wie bringe ich mein Team dazu, den Prozess einzuhalten?
Challenge: Vertriebsmitarbeiter sind oft prozess-resistent. "Ich verkaufe seit 20 Jahren erfolgreich, ich brauche keinen Prozess."
Lösungsansätze:
1. Einbindung von Anfang an Involvieren Sie das Team in die Prozessdefinition. Menschen unterstützen, was sie mitgestaltet haben.
2. Den "Why" kommunizieren Erklären Sie nicht nur WAS sie tun sollen, sondern WARUM. "Dieser Prozess spart euch 8 Stunden/Woche für administrative Aufgaben."
3. Quick Wins demonstrieren Zeigen Sie früh konkrete Vorteile: "Schau, durch die Automatisierung hast du diese 3 Follow-ups nicht vergessen und den Deal gewonnen."
4. Positives Reinforcement Belohnen Sie Prozess-Compliance. "Team-Mitglied des Monats" für beste Prozess-Nutzung.
5. Daten transparent machen Zeigen Sie Korrelationen: "Vertriebsmitarbeiter, die den Prozess konsequent nutzen, haben 28 Prozent höhere Win-Rate."
6. Technologie nutzen Machen Sie Prozess-Compliance so einfach wie möglich durch intuitive Tools und Automatisierung.
7. Konsequenzen bei Nicht-Einhaltung Als letzte Option: Prozess-Compliance in Performance-Reviews und Zielerreichung einbeziehen.
Wie oft sollte ich meinen Vertriebsprozess überarbeiten?
Empfehlung: Quartalsweise Reviews, jährliche Überarbeitungen
Quartalsweise (Micro-Optimierungen):
- KPIs analysieren
- Engpässe identifizieren
- A/B-Tests auswerten
- Kleine Anpassungen vornehmen (Templates optimieren, Aktivitäten anpassen)
Jährlich (Macro-Überarbeitungen):
- Grundsätzliche Prozess-Struktur hinterfragen
- Phasen hinzufügen/entfernen/umbenennen
- Neue Tools und Integrationen evaluieren
- Umfassendere strategische Änderungen
Ad-hoc bei signifikanten Änderungen:
- Neue Produktlinien
- Neue Zielmärkte
- Größere Teamstruktur-Änderungen
- Neue Wettbewerbssituation
Funktioniert ein standardisierter Prozess auch bei komplexen B2B-Verkäufen?
Ja – gerade dort ist er besonders wertvoll.
Das Missverständnis: "Jeder unserer Verkäufe ist einzigartig, da kann man nicht standardisieren."
Die Realität: Auch bei komplexen, individuellen Verkäufen gibt es wiederkehrende Muster:
- Phasen sind ähnlich (auch wenn Inhalte variieren)
- Stakeholder-Typen sind vergleichbar
- Entscheidungskriterien folgen Mustern
- Erfolgreiche Aktivitäten sind identifizierbar
Der Unterschied: Bei komplexen B2B-Sales brauchen Sie:
- Flexiblere Phasen (mehr "optional" als "Pflicht")
- Differenzierte Tracks (Enterprise-Track vs. SMB-Track)
- Erweiterte Qualifizierung (MEDDIC statt BANT)
- Längere Zyklen (6-18 Monate statt 30-90 Tage)
- Mehr Stakeholder-Management
Aber die Grundprinzipien bleiben gleich: Definieren, messen, optimieren.
Was mache ich mit Deals, die nicht ins Schema passen?
Realität: Es wird immer Ausnahmen geben.
Pragmatischer Ansatz:
80/20-Regel: Ihr Prozess sollte 80 Prozent Ihrer Deals abdecken. Die restlichen 20 Prozent können Ausnahmen sein.
"Sonstiges"-Phase: Erwägen Sie eine flexible Phase für atypische Deals, die separates Handling benötigen.
Prozess als Leitplanke, nicht als Zwangsjacke: Der Prozess sollte unterstützen, nicht behindern. Wenn ein erfahrener Vertriebsmitarbeiter gute Gründe hat, vom Prozess abzuweichen, erlauben Sie das – aber dokumentieren Sie es.
Lernen aus Ausnahmen: Analysieren Sie regelmäßig: Welche Deals passen nicht? Warum? Müssen wir unseren Prozess anpassen oder sind das echte Outlier?
Wie detailliert sollten Aktivitäten dokumentiert sein?
Balance finden zwischen Guidance und Mikromanagement
Zu wenig Detail: "Kunde kontaktieren" – Wie? Per E-Mail? Telefon? Was sagen? Wann?
Zu viel Detail: "Um 9:37 Uhr E-Mail mit Betreff XYZ versenden, exakt 147 Wörter, Formulierung: ..." – Roboter-artig, keine Individualität.
Der Sweet Spot:
- WAS: Klare Beschreibung der Aktivität ("Qualifizierungs-Call durchführen")
- WARUM: Ziel der Aktivität ("BANT-Kriterien evaluieren")
- WANN: Zeitrahmen ("Innerhalb 48h nach Erstkontakt")
- WIE (Richtlinien): Link zu Gesprächsleitfaden mit Kern-Fragen
- WIE (Freiheit): Raum für individuelle Anpassung und persönlichen Stil
Dokumentations-Format:
- Checklisten für komplexe Aktivitäten
- Scripts für standardisierte Gespräche (als Orientierung, nicht als Pflicht-Text)
- Templates für E-Mails mit Platzhaltern für Personalisierung
- Best-Practice-Beispiele von Top-Performern
Fazit: Ihr Weg zum optimierten Vertriebsprozess
Die Transformation, die Sie erwartet
Wenn Sie die 4 Schritte in diesem Leitfaden umsetzen, wird Ihr Vertrieb eine fundamentale Transformation durchlaufen:
Vorher: Vertriebschaos
- Jeder macht sein eigenes Ding
- Keine Transparenz über Pipeline
- Forecasts sind Ratespiele
- Neue Mitarbeiter brauchen 9+ Monate zur Produktivität
- 65 Prozent der Zeit geht für Administration drauf
- Win-Rate bei 12 Prozent
Nachher: Vertriebsmaschine
- Standardisierte Best Practices für alle
- Vollständige Pipeline-Transparenz in Echtzeit
- Präzise, datenbasierte Forecasts
- Neue Mitarbeiter sind nach 6 Wochen produktiv
- 50+ Prozent der Zeit wird in aktiven Vertrieb investiert
- Win-Rate bei 25+ Prozent
Die ROI-Rechnung
Beispiel: Mittelständisches B2B-Unternehmen
- 8 Vertriebsmitarbeiter
- Durchschnittliches Gehalt: 75.000 Euro/Jahr
- Aktuelle Win-Rate: 15 Prozent
- Aktueller durchschnittlicher Deal-Wert: 18.000 Euro
Investment in Prozessdefinition:
- 3 Monate interner Aufwand (ca. 200 Stunden)
- Optional: Berater für 10.000 Euro
- CRM-Software: 3.000 Euro/Jahr
- Gesamt-Investment: ~20.000-25.000 Euro
Erwartbare Verbesserungen (konservativ):
- Win-Rate steigt von 15 auf 20 Prozent (+33 Prozent)
- Zeitersparnis: 10 Stunden/Woche/Mitarbeiter durch Automatisierung
- Durchschnittlicher Deal-Wert steigt um 10 Prozent durch bessere Qualifizierung
Finanzielle Auswirkungen:
- Mehr Abschlüsse: 33 Prozent Win-Rate-Steigerung bei 100 Opportunities/Jahr = 5 zusätzliche Abschlüsse
- Höhere Deal-Werte: 5 Abschlüsse × 19.800 Euro (statt 18.000) = 99.000 Euro zusätzlicher Umsatz
- Zeitersparnis: 8 Mitarbeiter × 10 Stunden/Woche × 48 Wochen × 75 Euro/Stunde = 288.000 Euro gewonnene Vertriebskapazität
ROI Year 1: (99.000 + 288.000 - 25.000) / 25.000 = 1.448 Prozent ROI
Ihre nächsten Schritte
Diese Woche:
- Blocken Sie 4 Stunden für Workshop mit Ihrem Vertriebsteam
- Analysieren Sie Ihre letzten 20 erfolgreichen Verkäufe
- Identifizieren Sie 5-7 Hauptphasen
- Definieren Sie 3 Standard-Aktivitäten pro Phase
Nächste Woche: 5. Legen Sie BANT- oder MEDDIC-Qualifizierungskriterien fest 6. Erstellen Sie 5 E-Mail-Vorlagen für häufigste Situationen 7. Wählen Sie ein CRM aus (falls noch nicht vorhanden) oder konfigurieren Sie Ihr bestehendes
Nächster Monat: 8. Implementieren Sie erste Automatisierungen (Willkommens-E-Mails, Lead-Routing) 9. Führen Sie Team-Training durch 10. Starten Sie mit ersten Deals im neuen Prozess
Nächstes Quartal: 11. Messen Sie KPIs und erstellen Sie erste Performance-Dashboards 12. Identifizieren Sie Engpässe und Optimierungspotenziale 13. Iterieren Sie basierend auf Daten und Feedback
Das finale Wort: Starten Sie jetzt
Der größte Fehler ist nicht, einen imperfekten Prozess zu haben. Der größte Fehler ist, gar keinen Prozess zu haben.
Perfektionismus ist der Feind der Umsetzung. Ihr erster Prozess wird nicht perfekt sein. Das ist okay. Starten Sie mit einer soliden Basis und optimieren Sie kontinuierlich.
Die Unternehmen, die heute ihren Vertriebsprozess systematisieren, werden morgen ihre Konkurrenz dominieren.
Denn während Ihre Wettbewerber weiterhin auf Intuition, Glück und individuelle Verkäufertalente setzen, haben Sie:
- Skalierbarkeit durch Standardisierung
- Vorhersagbarkeit durch Datenanalyse
- Effizienz durch Automatisierung
- Exzellenz durch kontinuierliche Optimierung
Beginnen Sie heute. Ihr zukünftiges Ich wird es Ihnen danken.
Zusätzliche Ressourcen
Weiterführende Artikel
- Leadqualifizierung: BANT-Kriterien richtig anwenden
- BANT-Methode: Die richtigen Fragen für effektive Leadqualifizierung
- 5 E-Mail-Vorlagen für den B2B-Vertrieb
- Pipedrive Workflow-Automatisierung: Vertriebsprozesse automatisieren
- Online-Vertrieb optimieren: Kompletter Leitfaden
Tools und Templates
Kostenlose Downloads:
- Vertriebsprozess-Definition Template (Excel)
- BANT-Qualifizierungs-Fragebogen
- Aktivitäten-Playbook-Vorlage
- KPI-Dashboard-Template
Empfohlene Tools:
- CRM: Pipedrive, HubSpot, Salesforce
- Automatisierung: Zapier, Make
- E-Mail-Sequenzen: Mailchimp, ActiveCampaign
- Kalender-Buchung: Calendly, Chili Piper
- Videokonferenz: Zoom, Microsoft Teams
Persönliche Beratung
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Die Online-Vertriebsberatung Thieme GmbH ist offizieller Pipedrive Platinum-Partner und hat über 500 Unternehmen bei der Vertriebsoptimierung begleitet.
Unsere Leistungen:
- Vertriebsprozess-Workshops (1-3 Tage)
- CRM-Auswahl und -Implementation
- Prozess-Automatisierung
- Team-Training und Coaching
- Kontinuierliche Optimierung
Kontakt:
- Website: online-vertriebsberatung.de
- E-Mail: kontakt@online-vertriebsberatung.de
- Direkt Beratungsgespräch vereinbaren: Termin buchen
Über den Autor: Maximilian Thieme ist Vertriebsexperte und Pipedrive-Spezialist mit über 18+ Jahren Erfahrung in der Implementierung und Optimierung von Vertriebsprozessen. Gemeinsam mit seinem Team hilft er Ihnen das Maximum aus Ihrem Pipedrive CRM herauszuholen.